3 + 3 Rollen in Scrum Oder doch nur 3 +1?

Auf dem 3. Deutschprachigen Treffen der Scrum Community habe ich mein Rollen Modell vorgestellt. Berhard Schiffer hat auf seinem Blog u.a. erläutert, was er aus meinem 20 Minuten Vortrag dazu verstanden hat.Er hat dabei auch erwähnt, dass Simon Roberts im gleichen Vortrag über die 3 + 1 Rolle gesprochen hatte. Die 1 Rolle stehe für alle anderen Rollen, die es um den Scrum Prozess gebe. Simon hat mit einem Argument auf jeden Fall Recht: Scrum reduziert soziale Komplexität. Die 3 Rollen Scrum würden also vor allen dazu dienen die Komplexität in der Entwicklung zu reduzieren.

Diese Idee so bestechend sie auch ist, und in der Analyse dessen, was um ein Scrum-Team (Das Scrum-Team ist in der Definition von Ken Schwaber, die Kombination von ScrumMaster, Product Owner und Team) herum geschieht, sehr hilfreich ist, so fehlleitend kann sie auch sein.

Das lies sich auf dem Treffen sehr schön sehen und ist in vielen Diskussionen auch immer wieder ein Grund warum Scrum auf viele Entwickler anziehend wirkt. Es scheint mir, als wären einige Entwicklungsmannschaften geradezu versessen darauf, sich ja nicht mit der Aussenwelt konfrontieren zu müssen. Sie müssen sich in ihrer Wahrnehmung von Scrum nur noch mit einer Person auseinandersetzen: dem Product Owner.

Ich entäuche ungern, aber das war von Ken und Jeff, Bob Schatz und den ersten, die Scrum gemacht haben, so nicht gemeint. In den ersten Scrum Projekten und im so berühmten Projekt von Bob Schatz bei der Primavera mussten sich die Entwickler mit den End-Usern auseinandersetzen. Sie mussten vor den Kunden und der Organisation Rede und Antwort stehen. In meinen Implementierungen bei der ComBOTS, der ONE und damals bei der BenQ war das nicht anders. Die Entwickler hatten sich immer mit der Organisation zu befassen.

Zurück zu dem Thema der Reduzierung von Komplexität! Das war und ist tatsächlich so, Scrum versucht ein Arbeitsumfeld zu erschaffen, in dem kreative Arbeit möglich ist. Scrum arbeitet mit dem Mittel der Timebox und und u.a. der klaren Zuweisung von Verantwortungen. Die Rollen in Scrum sind nichts anderes als Veranwortungen, die ich als Mitarbeiter zu übernehmen habe, wenn ich eine bestimmte Rolle innerhalb eines Scrum-Teams übernehmen will.

mehr dazu demnächst.

One response to “3 + 3 Rollen in Scrum Oder doch nur 3 +1?

  1. Sehr schöne Zusammenfassung.
    So erkläre ich (PO) es meinem Team auch immer, schließlich kann ich nicht alle Details der Kundenwünsche kennen (Knopf links oben in der Ecke vs. rechts unten). So etwas muss das Team direkt mit dem Kunden klären – ich wäre nur unnützer Durchlauferhitzer. Natürlich bin ich immer “irgendwie” involviert und das Team hat immer Zugriff auf mich (was wichtig wird wenn der Kunde nicht klar kommuniziert oder bei Veränderungen von Prioritäten).
    Das meiste kann man direkt nach dem Daily klären bzw. die Klärung einleiten. Ich habe allerdings auch nur selten Probleme damit, dass das Team ungenügend kommuniziert. Am ehesten kommen Probleme hoch, wenn mit ausländischen Kunden in einer Fremdsprache kommuniziert werden soll – allerdings alles eine Frage der Gewohnheit.

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