Prioritäten | Priorities | Product Owners Tools

Eine der Hauptaufgaben des Product Owner ist es, das Product Backlog korrekt zu priorisieren. Jeff Sutherland behauptet, basierend auf dem Buch: “Software by Numbers“, dass ein Unternehmen, das seine Projekte nicht korrekt priorisiert, mindestens 20% seines Umsatzes “verliert.”

Natürlich habe ich in meinem Buch: Scrum – Produkte zuverlässung und schnell entwickeln, erklärt, wie man ein Product Backlog priorisieren kann, aber lasst uns doch nochmal darüber nachdenken, wieso das ein so großes Thema ist.

Scrum macht bekanntlich transparent, was in einem Unternehmen schiefläuft. Wir in Scrum Projekten und in Unternehmen, die alle ihre Aktivitäten mit Scrum steuern wollen, finden schnell heraus, dass es immer an der Priorisierung der Backlog Items scheitetert. Es wird immer wieder argumentiert, dass man ja soviele Dinge gleichzeitig erledigen muss, dass man nicht priorisieren könne, dass man viele Dinge gleichzeitig machen müsse.

Doch die Frage, die man einfach mal stellen müsste: Ist das wirklich so? Kann man wirklich nicht eines nach dem anderen tun? An einem Fall nach dem anderen arbeiten; an einem Projekt nach dem anderen, konzentriert und fokussiert arbeiten?

Was sind die wahren Gründe, nicht fokussiert zu sein, sondern ständig etwas anderes zu tun. Zu viele Projekte gleichzeitig durchzuführen, anstatt einfach zu verstehen, dass es eben nicht schneller geht?

Ich wünschte ich hätte eine Antwort. Aber vielleicht könnt Ihr mir helfen? Was können wir tun? Denn – wir liefern ja nicht mehr, indem wir viele Dinge gleichzeitig tun.

Hier noch ein Tool😉 http://www.evomend.net/de/was-ist-k-eine-prioritaet

One response to “Prioritäten | Priorities | Product Owners Tools

  1. Dankeschön für den Verweis auf meinen Artikel!

    Priorisieren bedeutet letztlich, sich schuldig zu machen: man stellt eine Wichtigkeits-Reihenfolge auf und dabei ziehen Dinge den Kürzeren, die “auch” wichtig sind. Das ist für viele Menschen schwer zu ertragen. Als reife Persönlichkeit muss man aber anerkennen, dass man nicht gleichzeitig alle Probleme erfolgreich anpacken kann und dass schon der Versuch dazu führt, dass man noch weniger als ursprünglich möglich erledigt bekommt.

    Scrum und die anderen agilen Methoden bauen darauf, dass man durch gute zwischenmenschliche Beziehungen das Verständnis für solche Zwickmühlen auch dort finden kann, wo vorher nur Verärgerung als Reaktion zu erwarten war. Ich persönlich baue auf diesen Effekt agiler Methoden!

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