Value based oder Nutzen Schaffen

1. wir orientieren uns an der maximierung des wertes für den product owner/product sponsor
2. wir orientieren uns menschlichen werten untereinander und fokussieren auf den jeweiligen sprint-erfolg
3. wir werfen altes über bord und akzeptieren neues wenn es dem sprint nutzt
4. wir schätzen einander für die aufgaben, kompetenze und verantwortungen, zu denen wir uns comitten
5. wir generieren grösstmöglichen nutzen für die anwender
gefunden bei: DPSchmidt

Ich finde diese Definitionen für Value-Driven Product Development (=Scrum) geradezu genial. Ich möchte mal erklären, wie ich diese 5 Sätze für mich interpretiere:

1. wir orientieren uns an der maximierung des wertes für den product owner/product sponsor

Ich habe, seitdem ich Scrum schule, immer wieder erklärt, dass Scrum “Business-Driven” sei. Ich meinte damit, dass es in der Software Entwicklung um einen wesentlichen Aspekt gehen muss: Das Lieferen von Produkten für den Kunden und die Maximierung des Erfolgs für das Unternehmen. In letzter Konsequenz hat führt das dazu, dass wir als Software Entwickler mit dem Product Owner gemeinsam ein Produkt so kostengünstig mit dem maximal zu erreichendem Gewinn kreieren müssen.

Das war immer die Maxime von Scrum. Aus diesem Grund ist der Produkt Owner tatsächlich im wesentlichen für die Maximierung des Return-On-Investment verantwortlich. Aber natürlich braucht er dabei die Hilfe der Menschen, die das Produkt tatsächlich entwickeln: Das Produkt Entwicklungsteam.

Meine Erfahrung ist, dass diese Ideen schnell von Scrum-Teams “rational” verstanden werden, dass die wahren Prinzipien in der täglichen Arbeit jedoch gerne “vergessen werden”.

Ich habe letzte Woche mit einem Producer aus der Games Industrie gesprochen. Seine Hauptaufgabe ist, dafür zu sorgen, dass das Spiel am Ende sowohl gewinnbringend für den Publisher als auch für das Studio ist. Er erzählte mir die gleichen Stories, die wir aus der klassischen Software Entwicklung kennen:

Völlige Überschätzung des Möglichkeiten auf Seiten der Entwickler einerseits, so dass am Ende der Aufwand für das Entwickeln eines Spieles durch das Studio vollkommen unterschätzt wird, oder das vollkommene Fehlen eines Bewusstseins für das was der Markt will = was man verkaufen kann.

Niemand kann so planen – oder ein sinnvolles Geschäft darauf aufbauen.

Eine der Ursachen, die ich sehe: Es wird von beiden Seiten mit Misstrauen gearbeitet. Viele Product Owner misstrauen den Entwicklungs-Teams. Diese könnten nicht liefern, würden sich überschätzen und und und. Aber das Misstraussen ist auch bei den Entwicklungs-Teams vorhanden. Sie misstrauen dem Product Owner. Er sehe nicht, was sie leisten, würde immer zuviel verlangen und und und…

Erst wenn beide Seiten verstehen: SIE ARBEITEN GEMEINSAM DARAN, EIN PRODUCT SCHNELL UND EFFEKTIV ZUENTWICKELN, werden die Fronten aufweichen.

Dann kann gemeinsam darüber nachgedacht werden, die Entwicklung zu beschleunigen.

Nächste Woche schreibe ich über den zweiten Satz.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s