DeutscheScrum

Es gibt auf der Yahoo Mailing List der deutschen Scrum gerade eine interessante Diskussion über den Sinn und Nicht-Sinn von traditionellen Verfahren. Ich habe gerade dort gerade gepostet:

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… sind bewährte Methoden sinnvoll? Ist erlerntes und überliefertes zu verwerfen, nur weil es etwas Neues gibt? Sicherlich nicht! 

Aber ist das denn tatsächlich etwas, was hier oder in anderen Teilen der Welt, in der es um die Diskussion Agile oder Nicht-Agil geht, zur Debatte steht? Glaubt wirklich noch jemand, dass die “Agilisten” denken, nur Agil funktioniert?
Die ganze Diskussion über, kann man Scrum, agile Software Entwicklung in einem traditionellen Umfeld durchführen, wie kann man sie miteinander verbinden, wo sind die Schnittstellen, …. fundieren meiner Meinung nach immer auf der falschen Grundannahme, dass agile Software Entwicklung ein Prozessmodell, Verfahrensmodell oder wie auch immer ihr es nennen wollt sei.
  • Kent Beck schreibt nach Jahren, dass es sinnvolle Praktiken gibt, die man nutzen sollte.
  • Ken sagt unermüdlich: Nutzt Euren Common Sense. Seid pragmatisch – aber liefert einfach am Ende von 4 Wochen qualitativ hochwertige Software aus. Macht das wie ihr wollt. Hier habt ihr ein paar Ideen, die Euch dabei unterstützen könnten.
Es geht also gar nicht um einen Methodenstreit.
Wer überkommene — ja, überkommene – Entwicklungsverfahren anwenden will. Soll das doch tun. Wenn es für ihn oder sie sinnvoll und richtig ist. Herzlich gerne. Wer in Umfeldern arbeitet, die stabil genug sind, in denen die Komplexität anscheinend gering genug ist, oder wo es einfach nicht auffällt, dass man jahrelang langsam und behäbig unter schlechten Bedingungen Software produziert, soll doch mit überkommen Entwicklungsmodellen arbeiten. 
Das ändert doch nichts daran, dass es neue, bessere Alternativen dazu gibt, miteinander zu arbeiten, bessere Resultate zu erzielen, höhere Kundenzufriedenheit und schnelleres Time-To-Market zu erreichen. Das hat Nonaka für die Produktentwicklung 1986 gezeigt. Auf seinen Untersuchungen basiert doch die agile Software Entwicklung. 
Wer – auf dem Scrum Gathering oder auf der Agile 2008 den Vertretern von Salesforce.com zugehört hat, weiss, dass es KEINE, ich betone KEINE, Alternative zur agilen Software Entwicklung gibt. 
Alle Organisationen, die Software Entwicklung betreiben und deren Geschäftsmodell auf der Software, die sie produziert beruhen, zeigen bei näherer Betrachtung gleiche Phänomene. Im Laufe der Zeit werden die Releasezyklen länger und die Anzahl der Feature pro Entwickler pro Release geringer. 
Firmen, die diesen Kreislauf erfolgreich durchbrochen haben, haben radikale Veränderungen durchgeführt.
Ob das nun gerne gehört wird oder nicht. Es ist so. Salesforce.com ist in sehr gutes Beispiel. Denn es ist öffentlich, transparent und ihr könnt da vorbeigehen, wenn ihr es nicht glaubt. 
Boris
PS: 
That is, while there is value in the items on
the right, we value the items on the left more.
ist vollkommen richtig und dafür stehe ich auch, nur das steht nicht: 
Individuum und Interaktionen over _waterfall_ processes and bad tools

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